Konzertprogramm 2022

 

Yi Chen (*1953) - Tu

Josep Vicent Egea Insa (*1961) - Funky Fancy

Amando Blanquer Ponsoda (1935-2005) - Gloses II

I Moderato

II Mosso

III Moderato

IV Mosso, con certa vivacitá

V Allegro jubiloso

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José R. Pascual-Vilaplana (*1971) - IOAM (Marcha Cristiana)

David Maslanka (1943-2017) - Angel of Mercy

Robert Jager (*1939) - Epilogue: Lest We Forget

 

Änderungen vorbehalten

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Tu

Die Chinesisch-Amerikanische Komponistin Yi Chen (*1953) hat das Werk TU 2002 komponiert. Es ist den New Yorker Feuerwehrleuten gewidmet, die am 11. September 2001 bei den Terroranschlägen ihr Leben riskiert haben, um die Bevölkerung zu schützen. Die Komponistin will darin ihr Mitgefühl für die Opfer und ihren Familien zum Ausdruck bringen. Sie verurteilt mit dem Werk Terroranschläge und ruft zu Frieden auf. TU wurde 2004 uraufgeführt, aber bereits zwei Jahre zuvor vom Sinfonieorchester Singapur auf CD aufgenommen. Ein Monat nach der Uraufführung der Ausgabe für Sinfonieorchester wurde auch die Version für Blasorchester zum ersten Mal aufgeführt. TU ist übrigens ein Schriftzeichen aus dem Chinesischen und kann mit Gift oder den Adjektiven feurig, brennend oder glühend übersetzt werden.

Funky Fancy

Josep Vicent Egea (*1961) ist ein spanischer Komponist. Seine Studien in Spanien, England und den Vereinigten Staaten verhalfen ihm zu seinem eklektischen Stil, in dem das Jazz-Umfeld in seinen verschiedenen Versionen vorherrscht. FUNKY FUNCY (1992) wurde vom Kulturministerium der Generalitat Valenciana für „Música 92“ in Auftrag gegeben und war 1993 ein Teststück des internationalen Wettbewerbs „Ciudad de Valencia“. Die Uraufführung erfolgte durch das Orchester des Rotterdamer Konservatoriums unter der Leitung von Arie van Beek. Das Werk entstand während Egeas Studium in New York (1991-1992). Der Komponist versucht darin, verschiedene Elemente der Welt des Jazz, insbesondere Funky, mit zeitgenössischeren Kompositionssprachen zu verschmelzen. Einflüsse dafür stammen von den Komponisten Edgard Varèse, Elliot Carter oder Charles Ives. In der Komposition nehmen die rhythmischen und artikulatorischen Elemente eine führende Rolle ein. Diese stehen im Gegensatz zu einigen expressiven Unterbrüchen, in denen die Melodie mit jazzigen Harmonien in den Vordergrund tritt.