Konzertprogramm 2021

 

Ron Nelson (*1929) - Resonances I

Lowell Liebermann (*1961), trans. Brian Shaw - Concerto for Flute and Orchestra Op. 29

Solistin: Karin Halter

Richard Strauss (1864-1949) - Till Eulenspiegels lustige Streiche

Philip Sparke (*1951) - Dance Movements

Robert Groslot (*1951) - Rainfall on Pink City

Johannes Stert (*1963) - Bachseits

 

Änderungen vorbehalten

Programmheft

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Rainfall on Pink City

«Rainfall on Pink City» wurde im Herbst 1979 geschrieben. "Ich träumte - dieses Bild verfolgte mich mehrere Jahre lang - von einer verbrannten Stadt, die durch die Atombombe zerstört wurde. Der Niederschlag war als sanfter Regen sichtbar. Dieser typische Gedanke des Kalten Krieges scheint jetzt zum Glück weit weg zu sein. Der jazzige Bebop-Stil des Hauptsatzes erschien mir als sehr geeignet, die leichtsinnige westliche Zivilisation zu symbolisieren. Das Werk hat eine sehr klassische Struktur: eine Ouvertüre in einer fast sonatenartigen Form mit einer langsamen Einleitung und einer überraschenden Coda. Es durchläuft dreizehn - zwölf plus eins - Tonarten und endet auf genau dem Akkord, mit dem der Hauptsatz beginnt. Cis-Dur/Moll, ein Symbol für eine sterbende Welt. «Rainfall on Pink City» war meine erste Komposition für Symphonieorchester. Die Orchestrierung habe ich 1993 und 1998 überarbeitet. Im Jahr 2010 habe ich eine Orchestrierung für Concert Band gemacht". (Robert Groslot)

Bachseits

Sterts Ziel ist es, mit seinen Kompositionen eine Brücke zwischen moderner Blasmusik und europäischer symphonischer Musik zu schlagen. Das Werk «Bachseits» wurde als Wettbewerbsbeitrag des Hilgen Symphonischen Blasorchesters für den Deutschen Blasorchesterwettbewerb im Jahr 2012 komponiert. Die Inspiration für die dreisätzige Fantasie stammt aus der Ciaccona d-Moll für Violine solo von Johann Sebastian Bach. Mit seinem Werk «Bachseits» will Stert "alle Farben des Blasorchesters hervorheben". Seit seiner Uraufführung hat das Stück grosse internationale Anerkennung gefunden.

Concerto for Flute and Orchestra Op. 29

Das Flötenkonzert von Lowell Liebermann aus dem Jahr 1992 gilt als eines der wichtigsten Solo-Konzerte für Flöte aus dem 20. Jahrhundert. Die amerikanische National Flute Association hat das Konzert 1994 zum besten neuen Werk für Flöte gekürt. Liebermann wurde diese Ehre mit mehreren seiner Kompositionen zuteil. Die Komposition wurde 1992 von James Galway und dem Saint Louis Symphony Orchestra uraufgeführt. Das Konzert besteht aus drei Sätzen. Ein lyrisches Thema eröffnet und beschliesst den ersten Satz. Die Mitte des Satzes bilden fünf Variationen des Hauptthemas. Im zweiten, langsamen Satz, Adagio, kreiert Liebermann einen beinahe hypnotischen Effekt mit der pulsierenden off-beat-Begleitung, die sich durch den ganzen Satz zieht. Der dritte und letzte Satz fordert von der Solistin äusserste Virtuosität und Ausdauer. Er endet mit einem brillanten und schnellen Finale.